Zahn-Fluorose: Symptome, Ursachen & Behandlung

Zahn-Fluorose: Symptome, Ursachen & Behandlung

Was ist Fluorid?

Fluorid ist in erster Linie ein natürliches Mineral, weshalb es von Natur aus in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt. Im menschlichen Körper ist Fluorid ebenfalls enthalten, speziell in den Zähnen und Knochen. Da Fluorid als Nahrungsergänzung zur Verringerung von Karies führen kann, wird es schon seit vielen Jahrzehnten Zahnpasten hinzugefügt.

Was ist Fluorose und wann tritt sie auf?

Eine Fluorose entsteht, wenn eine chronische Überversorgung der Zähne mit Fluorid besteht. Sie zeichnet sich primär durch weiße Flecken auf den Zähnen aus. Statt von weißen Flecken wird häufig auch von weißen Punkten oder White Spots gesprochen. In schlimmeren Fällen kommt es sogar zu Vertiefungen am Zahn. Auch braune Flecken auf den Zähnen kommen in seltenen Fällen vor.

Die erhöhte Zufuhr von Fluorid sorgt dafür, dass der schützende Zahnschmelz nicht mehr so stark produziert wird. Dementsprechend können Bakterien das Zahnbein leichter angreifen.

Dental-Fluorose bei Kindern

Besonders gefährdet von einer Fluorose sind Kinder, da die Fluorose vor allem dann eintritt, wenn die übermäßige Fluoridzugabe in frühen Lebensjahren (im Alter von 1-7) geschieht. Insgesamt sind allerdings etwa ein Viertel der Weltbevölkerung – nicht nur Kinder – von der Problematik betroffen. Bei Kindern kann es vorkommen, dass sie Zahnpasta beim Zähneputzen verschlucken, was das Risiko für eine Fluorose erhöhen kann.

Fluorose schon im Kindesalter vorbeugen

Die Zahngesundheit von Kindern ist ein extrem wichtiges Thema, welchem wir uns als Kinderzahnarzt in Herdecke, Dortmund und Wetter widmen. Schon beim Durchbruch der ersten Zähne, also nach etwa einem Lebensjahr, ist ein Zahnarztbesuch empfehlenswert. Dort erhalten Sie wertvolle Tipps zur Zahnpflege der kleinen Milchzähne sowie Informationen, wie oft Sie mit Ihrem Kind zur Kontrolle kommen sollten.

Im Rahmen der Zahnprophylaxe können Sie mit Ihrem Zahnarzt besprechen, welche Zahnpasta für Sie und welche für Ihr Kind geeignet ist. Die Fluorose-Prophylaxe besteht primär darin, die überhöhte Fluoridzufuhr zu vermeiden. Ihr Zahnarzt kann Ihnen hierfür wichtige Tipps geben, insbesondere im Hinblick auf Kinder. So wird er auch mit Ihnen besprechen, ob eine fluoridarme Kinderzahnpasta für Ihr Kind eine gute Wahl ist.

Weiße oder braune Flecken auf den Zähnen – was tun?

Wenn es sich bei den Flecken nicht in Wahrheit um einen Kariesbefall handelt, sind sie in der Regel keine Bedrohung für die Zahngesundheit. Sie können oftmals also theoretisch ignoriert werden. Wer weiße oder gar braune Flecken auf den Zähnen hat, möchte diese aber aus ästhetischen Gründen in den meisten Fällen loswerden. Im Folgenden erfahren Sie, was man im konkreten Fall einer Fluorose tun kann und ob man die braune oder weiße Verfärbung am Zahn wieder loswird.

Fluorose: Diagnose und Behandlung

  • Der erste Schritt ist der Besuch beim Zahnarzt. Dieser wird die Flecken untersuchen und diagnostizieren, ob es sich um eine Fluorose handelt. Zudem wird er mit Ihnen abklären, was für die überhöhte Zufuhr von Fluorid verantwortlich ist.
  • Sobald eine Fluorose festgestellt wurde, gilt es zunächst, die Quelle des Problems zu beseitigen. So wird verhindert, dass immer weiter und weiter zu viel Fluorid zu sich genommen und das Problem möglicherweise verschlimmert wird.

Für die Behandlung der Zahn-Fluorose kommen verschiedene Methoden in Frage. Diese richten sich unter anderem danach, wie schwerwiegend der Befund ist und ob es beispielsweise noch wenig sichtbare weiße oder doch schon deutliche braune Flecken sind.

Wichtig zu verstehen ist, dass die Fluorose-Flecken sich nicht immer ohne größere, teils sehr kostspielige Aufwände entfernen lassen. Häufig müssen stattdessen kosmetische Lösungen gefunden werden:

  • Mit Veneers lassen sich die Flecken überdecken.
  • Kompositfüllungen rekonstruieren die beschädigte Stelle des Zahns.
  • Mittels Bleaching kann die Farbe der Zähne wieder einheitlich gemacht werden.

Besprechen Sie die möglichen Behandlungsmethoden mit Ihrem Zahnarzt!

 

Quelle: www.dentlounge.de